Die als schlichter Saalbau mit Holzbalkendecke wiedererrichtete Antoniuskirche beherbergte ab 1960/61 den Renaissance-Lettner, der sich ursprünglich im Dom befand. Als Lettner bezeichnet man eine Schranke, die in Kirchen den Raum für das Priester- und Mönchskollegium vom übrigen Raum trennte und sich daher meistens im Altarraum befand. Kurz nach seinem Wiederaufbau im Dom nach dem Krieg mehrten sich die Stimmen, die ihn als zunehmend unpassend empfanden. Die Wahl als neuer Aufstellungsort fiel auf die Antoniuskirche. Dieses Negativ zeigt den Lettner womöglich kurz nach seinem Aufbau in der Kirche. Lose Steinfragmente auf dem Boden, eine große Leiter sowie die Kanzel, die am rechten Bildrand sichtbar ist und noch nicht ihren zentralen Platz vor dem Lettner eingenommen hat, zeugen von den noch nicht zu Ende geführten Aufbauarbeiten.