Als Lettner bezeichnet man eine meistens kunstvoll gestaltete Schranke, die in Kirchen den Raum für das Priester- und Mönchskollegium vom übrigen Raum trennte. Der elaboriert geschmückte Renaissancelettner aus Sandstein aus dem Hildesheimer Dom ist eine Stiftung des Domherrn Arnold Freitag (gest. 1546).
Seit Mitte des 15. Jahrhunderts erhob sich dieser als Raumteiler zwischen Langhaus und Domherrenchor sowie als Predigtort an zentraler Stelle in der Vierung des Doms. Die Geschichte des Lettners und des Adlerpultes ist ineinander verwoben. Bevor beide ein museales Dasein führten, wechselten sie mehrmals den Ort ihrer Aufstellung. Ursprünglich befand sich das Adlerpult im Dom und wurde bis zu seiner kriegsbedingten Auslagerung in den Renaissance Lettner integriert. Das Adlerpult stand auf einer eigens dafür geschaffenen Säule an der Kanzel der steinernen Bilderwand.
Höchstwahrscheinlich wurde die ältere Bronzeplastik vom Vorgängerlettner übernommen. 1942 wurde der Lettner vorsorglich ausgelagert und im Zeitraum 1953-56 erfolgte sein Wiederaufbau im Dom, jedoch ohne die Säule mit dem Adler. Es dauerte nicht lange und man stellte den Standort des Lettners im neu aufgebauten Dom in Frage und verlagerte diesen in die benachbarte Antoniuskirche.